Nachwuchs-Designpreis 2011
Vorteil: FRM
Alle Finalisten für den Nachwuchs-Designpreis der Bundesrepublik Deutschland 2011 haben in FrankfurtRheinMain studiert.
Die fünf Finalisten für den Nachwuchs-Designpreis der Bundesrepublik Deutschland 2011 stehen fest. Und sie bestätigen einmal mehr den Ruf der Metropolregion FrankfurtRheinMain als Design-Hochburg. Denn alle fünf haben in FrankfurtRheinMain studiert: Die Grafikdesignerin Kerstin Finger in Darmstadt, die Kommunikationsdesigner Stefan Bräutigam und Tobias Röttger in Mainz und die Produktgestalter Sebastian Herkner und Rochus Jacob in Offenbach. An wen auch immer der Preis am 11. Februar 2011 geht, er zeichnet FrankfurtRheinMain aus.
Die Nachwuchsdesigner hatten sich im Oktober gegen 54 Konkurrenten durchgesetzt. Teilnahmeberechtigt waren Nachwuchsdesigner aller Gestaltungsrichtungen mit einem Hochschulabschluss, der nicht länger als fünf Jahre zurückliegt, und die durch die Wirtschaftministerien und -senatoren der Länder oder durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie für die Teilnahme vorgeschlagen werden. Mit dem Nachwuchspreis wird kein einzelnes Produkt ausgezeichnet, sondern die Design-Persönlichkeit.
Sebastian Herkner, heute Assistent an der HfG Offenbach: „Ich bin super überrascht und natürlich stolz.“ Herkner, 2010 auch mit dem red dot award ausgezeichnet, gestaltet Objekte des täglichen Lebens. Dabei orientiert er sich weniger an Trends oder aktuellen Konsumkriterien, vielmehr interessiert ihn eine Collage aus einfachen Techniken und traditionellen Materialien gepaart mit einem simplen mechanischen Prinzip und einer eindeutigen Funktion. Rochus Jacob lebt und arbeitet inzwischen in New York als fester Mitarbeiter der global agierenden Designagentur Smart Design. In seiner Laufbahn hat er mit Firmen wie Google, Samsung und Microsoft zusammengearbeitet. „Zur Zeit beschäftige ich mich vor allem mit Humanisierung von Technologie“, sagt Jacob.
Der Corporate Designer Stefan Bräutigam, der sein Studium mit einer mehrfach ausgezeichneten Posterzeitung, beendete, arbeitet seit zwei Jahren bei der renommierten Designagentur Mutabor in Hamburg. Besonders die interdisziplinäre Arbeit als Markendesigner empfindet er als interessante Aufgabe. Der Grafikdesigner und Illustrator Tobias Röttger lebt in Berlin, arbeitet für Magazine, entwirft Plattencover und entwickelt Corporate Designs. „Um Inspiration zu erhalten, muss man auch inspirieren“, sagt er. Daher leitet er auch Workshops, u.a. für Studenten der FH Mainz, der Bauhaus Universität Weimar sowie der Udk Berlin. Auch Kerstin Finger lebt und arbeitet in Berlin. Sie ist seit 2009 als Grafikerin am Deutschen Theater tätig. Im Fokus ihrer Arbeit steht die Ästhetik des Alltags, eine unaufdringliche, raumgebende und zeitlose Form des Designs.
Martin Orth





