Dr. Bernd Eisenblätter
Vorstandssprecher, Eschborn
Schon aus 100 Meter Entfernung ist der Unterschied zwischen dem alten Schriftzug GTZ, der 35 Jahre lang am Gebäude der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit in Eschborn hing, und der neuen Buchstabenkombination GIZ, die ihn zu Beginn des Jahres ersetzt hat, kaum zu erkennen. Und doch hat sich mit dem Jahreswechsel am Dag-Hammarskjöld-Weg eine Menge verändert. Die „schwere Geburt eines Riesenbabys“, wie es ein Staatssekretär aus dem Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung in Berlin wenig charmant, aber treffend formulierte, wurde mit der Zusammenführung der GTZ mit den Organisationen DED und InWent in Bonn zur Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit umgesetzt. Der ganz große Wurf. In 130 Ländern der Erde ist die GIZ von Eschborn aus tätig. Weltweit beschäftigt sie bei einem Jahresumsatz von rund 1,9 Milliarden Euro knapp 20000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Allein in Eschborn arbeiten 1700 Menschen. Einer davon ist Dr. Bernd Eisenblätter. Jahrgang 1944. Seit Januar 2011 ist er Vorstandssprecher der GIZ. Ein Mann, für den das Wort Global Player eine ganz persönliche Beziehung entwickelt hat. Einer, der in der Welt zu Hause ist und trotzdem keinen Erklärungsbedarf beim Standort Eschborn hat. „Nein, überhaupt nicht“, sagt der Mainzer: „Frankfurt und die Region sind eine Marke, die jeder kennt." Natürlich: Den Standort Eschborn schätzt er auch aus Mobilitätsgründen. Aber es gibt noch mehr: „Wir sind ja bei der Internationalen Zusammenarbeit auf Mobilität angewiesen. Mit Flughafen, Bahn- und Autobahnkreuz sind wir hier perfekt aufgestellt. Aber auch die Möglichkeit, dass unsere Mitarbeiter aus dem Kreis unsere Zentrale mit dem Fahrrad erreichen können, ist hervorragend. Wir unterstützen das aktiv, wurden deshalb vor zwei Jahren mit dem Preis des ‚fahrradfreundlichsten Unternehmens‘ des Rhein-Main-Gebiets ausgezeichnet“, lobt der „Chef-Entwicklungsexperte“.
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Ulrich Müller-Baun
