© Jonas Ratermann

Gateway Gardens

Baustelle Zukunft

Der neue Frankfurter Stadtteil am Flughafen findet national und international große Beachtung.

Einfahrt frei: Mitte August wurde mit der neuen Abfahrt von der Bundesstraße 43 die Anbindung des neuen Frankfurter Stadtteils Gateway Gardens am Flughafen nochmals verbessert. Auf dem Gelände der ehemaligen US-Airbase entsteht ein Quartier der Zukunft -  nach der Hamburger Hafencity eins der größten städtebaulichen Projekte in Deutschland.  16.000 Menschen werden hier einmal arbeiten – vernetzt mit der Welt. Das Areal liegt direkt an einem der größten Flughäfen Europas mit mehr als 300 Zielen weltweit. Der ICE-Fernbahnhof bietet weitere 163 Verbindungen. Am Frankfurt Kreuz kommen Autobahnen aus allen vier Himmelsrichtungen zusammen. Eine eigene S-Bahn-Station ist in Planung.

„Die perfekte Anbindung“, sagt Michal Stapf, Geschäftsführer der Grundstücksgesellschaft Gateway Gardens GmbH, „ist eine unserer Trumpfkarten“. Die Grundstücksentwicklungsgesellschaft wird gemeinsam von Fraport AG sowie den Projektentwicklern Groß & Partner und OFB betrieben und ist für das operative Geschäft verantwortlich. Die Stadt Frankfurt ist als Grundstückseigentümerin mit 50 Prozent an dem Public Private Partnership beteiligt. Innerhalb relativ kurzer Zeit sind schon 28 Prozent der Flächen verkauft.

Michael Stapf läuft gerne über das Gelände, weil immer wieder Neues entsteht. „Dort kommt  das House of Logistics and Mobility (HOLM) hin, eine interdisziplinäre Plattform für Forschung, Aus- und Weiterbildung und Vernetzung in den Bereichen Logistik und Mobilität. Die Ausschreibung läuft. Im nächsten Jahr werden sich die Kräne drehen.“ Die LSG Sky Chefs haben bereits 2008 ein riesiges Cateringzentrum für 77.000 Mahlzeiten pro Tag auf dem Gelände eröffnet. Die Fluggesellschaft Condor hat sich 2010 dazu entschieden, ihre Unternehmenszentrale in Gateway Gardens anzusiedeln. Und das Transport- und Logistik-Unternehmen DB Schenker wird in dem mit rund 66 Meter höchsten Gebäude „Alpha Rotex“ seine Europa-Zentrale aufbauen. „Das im vergangenen Jahr eröffnete Park Inn Hotel ist mit den Geschäftszahlen sehr zufrieden“, sagt Michael Stapf.

Die erfreuliche Entwicklung hat für den Vermarkter auch historische Gründe. „Im Mittelalter war es die Furt, also eine Untiefe in einem Flusslauf, an der Orte und Städte entstanden. Ab  Mitte des 19. Jahrhunderts waren Bahnhöfe entscheidend für die Entwicklung einer Stadt.  Heute sind es die Flughäfen. Das haben wir erkannt.“ Neben der Lage und der Verkehrsanbindung hat Michael Stapf weitere gute Argumente für den Standort. „Wir bieten einen internationalen Top-Standort zu einem wettbewerbsfähigen Preis. Das Baurecht ist durch einen Bebauungsplan gesichert. Das ermöglicht schnelle Entscheidungen“, sagt er. Zurzeit konkretisieren sich Gespräche mit einigen Interessenten. Ein US-Investor wollte sogar das ganze Gelände übernehmen.

Martin Orth