Greser & Lenz
Das Zeichnerduo
Achim Greser und Heribert Lenz aus Aschaffenburg leben vom Humor. Ihre Karikaturen zu aktuellen Themen erscheinen in renommierten Zeitungen und Magazinen
Zuspitzen, polarisieren, das Unvereinbare und Überraschende zusammenbringen: Achim Greser und Heribert Lenz haben das Witzeerzählen zu ihrem Beruf gemacht. Alleine für die Frankfurter Allgemeine Zeitung hat das bekannte Satirikerduo in den vergangenen 15 Jahren mehr als 2000 Karikaturen gezeichnet. BSE-Skandal oder Euro-Krise: Kaum ein Thema aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft entgeht der spitzen Feder der beiden. Ihre Karikaturen sind kleine humorvolle Kunstwerke, ihre Satire das Ergebnis von Teamarbeit. „Wir denken uns Geschichten aus, die wir komisch finden, aber nie belehrend sind“, sagt Heribert Lenz. Im gemeinsamen Aschaffenburger Atelier entwickeln sie ihre Ideen. Hier sitzen sie Seite an Seite an zwei großen Zeichentischen, auf denen sich Ausgaben der Zeitschrift Stern und des Frankfurter Satiremagazins Titanic, die ebenfalls zu ihren Kunden zählen, mit weiteren Unterlagen stapeln. Die wichtigsten Arbeitsutensilien liegen griffbereit: Mit dem Kugelschreiber entstehen zuerst Skizzen der Karikaturen, die an die Redaktion gefaxt werden. Mit Tusche, Aquarellfarben, Pinsel und Feder setzt dann am Ende einer der beiden die Zeichnung um. Für Greser und Lenz, die sich vor 30 Jahren beim Grafikstudium an der FH Würzburg kennen gelernt haben, sind Karikaturen noch klassisches Handwerk. Ihr (aus)gezeichneter Witz hat den Deutschen Karikaturenpreis erhalten. Und wenn ihre Satire nicht gerade in einer großen Tageszeitung abgedruckt wird, platzieren sie die Karikaturisten auch mal auf der Rückseite eines Bierdeckels einer Aschaffenburger Brauerei. Auch das sei Humor, finden Greser & Lenz.
Oliver Sefrin
